Hunde-Ratgeber

Fellwechsel oder Mangel? Was wir beim Hund beobachten

Im Frühjahr und Herbst verlieren Hunde viel Fell – das ist meist normal. Woran du einen möglichen Mangel erkennst und was das Futter damit zu tun hat.

Zweimal im Jahr ist das Sofa voll, der Pullover voll, der ganze Boden voll mit Haaren. Im Frühjahr und im Herbst verlieren viele Hunde besonders viel Fell. Und schnell kommt die Frage auf: Ist das noch normaler Fellwechsel – oder fehlt meinem Hund etwas?

Meistens ist es das Erste. Aber es gibt ein paar Anzeichen, an denen du den Unterschied erkennen kannst.

Was normaler Fellwechsel ist

Hunde wechseln ihr Fell saisonal, vor allem im Frühjahr und im Herbst. Gesteuert wird das weniger über die Temperatur als über das Licht – die Tageslänge. Im Frühjahr wird die dichte Winter-Unterwolle abgeworfen, im Herbst kommt sie wieder.

Das kann nach erstaunlich viel aussehen, gerade bei Hunden mit dichtem Unterfell. Solange das Fell darunter gesund und glänzend nachkommt, ist das ganz normal – auch wenn du täglich Haare zusammenkehrst.

Woran du einen möglichen Mangel erkennst

Stutzig werden solltest du, wenn das Bild nicht zum normalen Wechsel passt. Anzeichen dafür sind zum Beispiel:

  • Das Fell wirkt stumpf und glanzlos, nicht nur dünner.
  • Der Haarausfall hört nicht auf und ist nicht an die Jahreszeit gebunden.
  • Es entstehen kahle Stellen, Schuppen, oder die Haut wird gereizt.
  • Das Fell wird insgesamt dünner, statt einfach gewechselt zu werden.

Ein gesunder Fellwechsel sieht nach viel aus, aber das nachwachsende Fell ist kräftig. Ein Mangel zeigt sich eher daran, dass das Fell selbst leidet.

Was das Futter damit zu tun hat

Fell besteht zu einem großen Teil aus Protein. Und Haut und Fell brauchen bestimmte Bausteine, um kräftig zu bleiben – allen voran Omega-3-Fettsäuren, dazu Zink und hochwertiges Eiweiß. Fehlen diese über längere Zeit, kann sich das im Fell zeigen: stumpf, trocken, schwächer.

Deshalb lohnt bei stumpfem Fell ein Blick aufs Futter:

  • Ein hoher, hochwertiger Fleischanteil liefert das Protein, aus dem Fell entsteht.
  • Omega-3-Fettsäuren, etwa aus Lachs- oder Fischöl, sind für Haut und Fell besonders wichtig.
  • Wenig Füller und keine unnötigen Zusätze – die bringen dem Fell nichts. Worauf du beim Etikett achtest, steht in Zusatzstoffe im Tierfutter.

Wann es mehr als Futter ist

Nicht jedes Fellproblem kommt vom Napf. Kahle Stellen, starker Juckreiz, gerötete Haut oder anhaltender Haarausfall können auch andere Ursachen haben – Parasiten, Allergien oder Hormonelles. Das Futter spielt oft mit, ist aber nicht immer allein verantwortlich.

Wenn die Haut sichtbar leidet oder sich nichts bessert, gehört dein Hund zum Tierarzt. Wie eng Juckreiz und Futter zusammenhängen können, haben wir in Allergie beim Hund genauer angeschaut.

Wenn du unsicher bist

Wenn du nicht weißt, ob das Fell deines Hundes nur im Wechsel ist oder ob das Futter eine Rolle spielt, ist der Futtercheck ein ruhiger Startpunkt. Wir schauen uns gemeinsam an, was im Napf steckt – ohne dass du gleich alles umstellen musst.

Du möchtest Haut und Fell lieber über den Napf sauber mitdenken?

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